Daniela Ryf und Ruedi Wild sind Schweizermeister 2012

15.09.2012 von Nicole Pauli

Im Murten holten sich Daniela Ryf und Ruedi Wild den Schweizermeistertitel über die olympische Distanz.

Ruedi Wild. Photo by Reinhard Standke
Daniela Ryf. Photo by Reinhard Standke

Damit konnte Wild den Vorjahrestitel verteidigen, während Ryf zum ersten Mal Gold in der Pro-Kategorie holte.

Hinter Ruedi Wild klassierte sich Sven Riederer als Zweiter und Florin Salvisberg erreichte Rang drei. Wild kam an sechster Stelle aus dem Wasser und holte danach auf der Radstrecke die bis dahin führenden Sven Riederer und Florin Salvisberg ein. „Heute bin ich eher konservativ geschwommen und holte dann auf dem Rad auf“, so der Schweizermeister im Ziel, „mich entscheidend von der Gruppe lösen, konnte ich aber erst ab Kilometer 37 oder 38.“ Mit über einer Minute Vorsprung kam Wild vor Riederer und Florin Salvisberg zum Wechsel auf die Laufstrecke. Im Laufen hat Wild jedoch gelitten und musste bis zum Ziel hart für die erfolgreiche Titelverteidigung kämpfen. „Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden und freue mich, dass die Titelverteidigung geglückt ist. Die Konkurrenz war mit Sven heute sehr hart.“ Die Ausgangslage sah für Wild in Murten zunächst alles andere als rosig aus: „Nachdem ich Anfang Jahr sehr gut in die Saison gestartet war, ging danach vieles schief. Man könnte diese Saison als eine Pechsaison bezeichnen“, so der Schweizermeister 2012 im Ziel. Wild hatte während der Saison mit diversen Krankheiten und Stürzen zu kämpfen. „Nachdem mein zweiter Saisonhöhepunkt in Des Moines erneut ohne mein Beitun misslungen ist, hatte ich grosse Mühe, mich für den Rest der Saison zu motivieren.“ Deshalb freue ihn dieser Erfolg ganz besonders.

Mit seinem Rennen ebenfalls zufrieden zeigte sich der Silbermedaillengewinner Sven Riederer: „Ich habe bis zum Schluss versucht zu kämpfen und Ruedi noch einzuholen. Aber das non-drafting Rennen war ein ganz anderes Rennformat und erforderte andere Qualitäten.“ Am Rennen an den olympischen Spielen war Windschattenfahren erlaubt. Riederer konzentriert sich nun ganz auf die verbleibenden Rennen der WTS-Serie. „In Yokohama versuche ich den Rückstand auf den drittplatzierten Alexander Bryukhankov (Russ) zu verringern, um dann in Auckland eventuell den dritten Rang in der Gesamtwertung zu holen.“

Florin Salvisberg konnte sich heute doppelt freuen. Holte der junge Berner nicht nur den dritten Rang im Gesamtklassement sondern sicherte sich auch die U23 Goldmedaille. „Es ist meine erste Goldmedaille in der U23 Schweizermeisterschaft und meine erste Medaille an der Schweizermeisterschaft.“ Als besondere Leistung Salvisbergs kann hervorgehoben werden, dass er als einer der wenigen Athleten ohne ein Zeitfahrvelo gestartet war.

Bei den Frauen holte sich Daniela Ryf zum ersten Mal in ihrer Karriere den Titel Schweizermeisterin. Wie Ruedi Wild gab auch sie beim Schwimmen nicht Vollgas: „Ich wusste, dass solche Rennen meist auf der Radstrecke entschieden werden. Deshalb habe ich auf dem Rad gut Druck gemacht und konnte Céline noch einholen.“ Auf der Laufstrecke sei sie selber überrascht gewesen, wie stark ihre Beine noch gewesen sind. „Ausserdem waren die Temperaturen in Murten für mich sehr angenehm.“ Ryf hat während der letzten Zeit in Amerika trainiert, wo die Temperaturen sehr hoch gewesen seien. Dieser Titel bedeutet der Solothurnerin sehr viel und sie wolle sich nächste Saison wieder öfter an Schweizer Rennen anmelden. Zweite wurde bei den Frauen Céline Schärer. Schärer kam nach Rahel Küng an zweiter Stelle aus dem Wasser und zeigte erneut eine sehr starke Leistung auf dem Rad. „Auf dem Rad habe ich mich vielleicht etwas zu sehr angestrengt“, so Schärer im Ziel, „ im Laufen hatte ich darauf hin Krämpfe in der Wade.“ Mit ihrem Rennen sei sie jedoch sehr zufrieden. Auch Schärer holt sich nebst dem zweiten Rang in der Elite auch die Goldmedaille in der Kategorie U23.

In der Clubwertung des Swiss Triathlon Circuit entschied mit dem vierten Tagessieg das ewz power team die Gesamtwertung für sich. Das Team gewann auch die SM Goldmedaille, die Tageswertung der Clubwertung in Murten wurde für dieses Podest herangezogen vor Triathlon Team Ticino, das in der Gesamtwertung auf Rang drei kam, und dem Triathlon Club Solothurn. In der Gesamtwertung auf Rang zwei klassiert wurde Triathlon Club Genève. Der zu Beginn des Circuit lange Zeit führende Triathlon Cub Baden kam schlussendlich auf Rang fünf. 

Murten FR. Seelandtriathlon, Swiss Triathlon Circuit (10/10). 
1.5 km Schwimmen, 45 km Radfahren, 10 km Laufen.
Männer Overall:
1. (1. Pro) Ruedi Wid (Samstagern) 1:53:57.
2. (2. Pro) Sven Riederer (Wallisellen) 0:24 Minuten zurück.
3. (3. Pro und 1. U23) Florin Salvisberg (Hasle-Rüegsau) 1:07.
4. (4. Pro) Manuel Küng (Bütschwil) 4:13.
5. (2. U23) Patrick Rhyner (Rifferswi)l 4:42.
6. (5. Pro) Stefan Riesen (Rüschegg Heubach) 4:50.
7. (3. U23) Andrea Salvisberg (Hasle-Rüegsau) 5:07.
8. Bruno Invenizzi (Quartino) 6:22.
9. Adrian Haller (Gwatt) 7:24.
10. Nils Anderlind (Viganello) 7:43.

Frauen Overall:
1. (1. Pro) Daniela Ryf (Feldbrunnen) 2:02:34.
2. (2. Pro und 1. U23) Céline Schärer (Steinhausen) 2:54.
3. (1. AK 20-34) Emma Bilham (Chernex) 9:54.
4. (3. Pro und 2. U23) Jolanda Annen (Schattdorf) 10:35.
5. (3. U23) Rahel Küng (Bütschwil) 11:01.
6. Sandra Patt (Hirzel) 11:16.
7. Diane Lüthi (Regensberg) 12:36.
8. Gaby Manser (Appenzell) 12:45.

Gesamtstand Swiss Triathlon Circuit (10/10):
Männer:

1. Florin Salvisberg 385 Punkte
2. Manuel Küng 372.
3. Andrea Salvisberg 355.

Frauen:
1. Céline Schärer 390.
2. Jolanda Annen 347.
3. Gaby Manser 345.
 

Clubwertung
1. ewz power team (Sven Riederer, Florin Salvisberg, Stefan Riesen) 5:49:11.
2. Triathlon Team Ticino (Bruno Invernizzi, Ivan Minini, Eros Pola) 6:13:35.
3. Triathlon Solothurn (Michael Güdel, Davis Bill, Tobias Kuhnert) 6:20:58.
4. Triathlon Club Genève (Charlie Graham-Brown, Steffen Doebert, Eric Dumauthioz) 6:25:54.

Endstand Clubwertung
1. ewz power team 680 Punkte.
2. Triathlon Club Genève 560.
3. Triathlon Team Ticino 490.

 

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